Weihnachten in aller Welt

Weihnachten in Südamerika

Weihnachten wird in Südamerika zwar im Sommer gefeiert, dennoch ist es in der häufig sehr katholischen Bevölkerung ein äußerst wichtiges Fest. Die Weihnachtsbräuche sind von Land zu Land verschieden, wichtig ist aber fast überall das Krippenspiel zur Weihnachtszeit.

Auch in Südamerika feiern die Menschen Weihnachten. Da dieser Kontinent sehr warm und tropisch ist, gibt es hier allerdings weder Schnee, noch Weihnachtsbäume. Der 25. Dezember fällt wegen der Lage Südamerikas auf der Südhalbkugel auch nicht in den Winter (bei dem es allerdings auch keinen Schnee gäbe), sondern mitten in den Hochsommer. Das Brauchtum spielt in Südamerika eine besonders wichtige Rolle. So werden die Weihnachtskrippen in Bolivien zum Beispiel oft selbst gebastelt. Das Festmahl für Heiligabend wird gemeinsam in der Küche vorbereitet und nach der Mitternachtsmesse gegessen. Wie bei uns am Nikolaustag stellen Kinder ihre Schuhe mit einem kleinen Wunschzettel darin vor die Tür.

Weihnachten in Paraguay

In Paraguay ist Weihnachten ein großes Familienfest. Die ganze Familie kommt zusammen, um gegrilltes Fleisch und Suppe zu essen. Wenn um Mitternacht die Kirchenglocken läuten, geht die ganze Familie zur Christmette - danach wird bis zum Morgengrauen weitergefeiert. Weihnachtsgeschenke gibt es in Paraguay allerdings nicht. Sie kommen erst am 6. Januar von den Heiligen Drei Königen. In Peru fällt das Weihnachtsfest schon allein deshalb aus dem Rahmen, weile es nicht drei Tage dauert, sondern nur einen. Lediglich der 25. Dezember ist ein Feiertag. Er beginnt mit der Mitternachtsmesse. Kinder gehen danach ins Bett, während das Christkind vor ihrem Schlafplatz die Geschenke hinlegt. Diese können dann morgens geöffnet werden. Der Tag selbst wird für Besuche genutzt.

Weihnachten in Venezuela

Zu guter letzt gibt es dann noch Venezuela im Norden von Südamerika. Hier ist es Sitte, dass sich die Menschen zu Musikgruppen zusammentun und singend von Haus zu Haus ziehen. Am 24. Dezember kommt Hallaca auf den Tisch. Es handelt sich dabei um das venezolanische Nationalgericht, eine Teigtasche, die mit Fleisch gefüllt ist. Nachmittags besucht man seine Freunde und bringt ihnen die selbst gemachten Hallacas mit. Nach dem Essen gibt es die Bescherung, wobei die Weihnachtsgeschenke wegen der großen Armut in Südamerika sehr viel kleiner Ausfallen, als bei uns. Anschließend folgt ein Besuch in der Christmette. So wie in Paraguay feiern auch die Menschen in Venezuela danach bis zur Morgendämmerung weiter.

Weihnachten in Kolumbien

In Kolumbien bringt El Niño Jesus oder Niño Dios (Jesuskind) die Weihnachtsgeschenke.

Für die Geschenke zum Weihnachtsfest sind in Südamerika verschiedene Institutionen verantwortlich. Während in Kolumbien das Jesus-Kind die Gaben bringt, ist es Chile der Viejo Pasquero, der alte Hirte. In Brasilien und in anderen südamerikanischen Ländern ist aber inzwischen Papá Noél, wie der Weihnachtsmann auf spanisch bzw. Papai Noel auf brasilianisch genannt wird, zuständig.
Insgesamt sind in Südamerika Weihnachtskrippen sehr wichtig.

Weihnachten Südamerika wurde am 2013-09-01 veröffentlicht und zuletzt geändert am 2013-09-01.
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