Weihnachten in aller Welt

Weihnachten in Mexiko

In Mexiko wird Weihnachten ausgiebig gefeiert. Schon im November beginnt die Vorfreude auf das wichtige Fest.

Das Weihnachtsfest wird in Mexiko ausgiebig gefeiert.

Weihnachten in Mexiko

Auch im Süden von Amerika ist Weihnachten ein wichtiges Fest. Schon Monate vorher sind in Mexiko die ersten Süßigkeiten im Geschäft zu finden, die weihnachtliche Dekoration folgt dann im November. Bei den Mexikanern finden wir viele Symbole, die eng mit dem Weihnachtsfest verknüpft sind, so zum Beispiel der Truthahn und der Weihnachtsstern, den wir auch aus Deutschland kennen. Unter den günstigen, klimatischen Bedingungen Mittelamerikas kann er bis zu zwei Meter hoch werden. Traditionell wird er als Sprössling im Blumentopf verschenkt. Statt einem Adventskranz gibt es in Mexiko die berühmten Pinatas. Dabei handelt es sich um gebastelte Tiere mit süßer Füllung, die man mit einem Stock aufschlägt. Da Mexiko ein sehr armes Land ist und die meisten Einwohner kein Geld für einen importierten Tannenbaum haben, findet man in den Häusern der Einheimischen in der Regel künstliche Bäume. Neben grünen Plastiktannen sind auch goldene, silberne, rosane und hellblaue Tannen sehr beliebt. Werden doch einmal Tannen importiert, so kommen sie meistens aus den USA. Sie sind teurer als bei uns, halten aber auch länger. Das liegt wahrscheinlich daran, dass trotz der kalten Winter die wenigsten Mexikaner eine Heizung haben. Auch eine Weihnachtskrippe haben viele Mexikaner. Sie wird bereits Mitte Dezember aufgebaut, allerdings wird das Christkind erst am Heiligen Abend dazugelegt.

In den Straßen der mexikanischen Städte beginnt man schon Wochen vor dem Weihnachtsfest damit, alles mit Lichterketten zu dekorieren. Hier entstehen regelrechte Kunstwerke, die Krippenszenen und weihnachtliche Motive darstellen. Als Weihnachtsnascherei ist der Spekulatius sehr beliebt, allerdings werden Plätzchen in Mexiko fast nie selber gebacken, sondern lieber im Geschäft gekauft. In die „heiße Phase“ der Weihnachtszeit geht es hier ab dem 16. Dezember. Dann beginnen nämlich die Posadas. Das bedeutet so viel wie Herberge und ist nichts anderes als ein neuntägiges Krippenspiel – jeden Tag wird eine neue Szene aus der Weihnachtsgeschichte vorgeführt. Obwohl es öffentliche Posadas gibt, feiern die meisten Mexikaner sie lieber privat. Verkleidet als Maria und Josef klopfen die Menschen an die Haustüren ihrer Freunde. Zweimal werden sie abgewiesen, dann lässt man sie hinein. Mit ihnen dürfen dann auch alle anderen Gäste ins Haus kommen und es gibt eine große Fiesta mit viel Tanz und Ponche – einem Fruchtpunsch, der bei den Erwachsenen gerne noch mit Rum oder Tequila verfeinert wird. Zu Essen gibt es einen Truthahn. Da die meisten Mexikaner einen sehr kleinen Backofen haben, lassen sie ihn in der Regel in Restaurants zubereiten und holen ihn dann nach der Mitternachtsmesse ab.

Posada und Pastoleras

Parallel zur Posada gibt es in Mexiko auch noch die Pastoleras. Bei diesem Kostümspektakel, in das oft auch echte Tiere eingebunden werden, versucht der Teufel, fromme Pilger von ihrem Weg abzubringen. Am Ende taucht dann der Erzengel Gabriel auf, um die Pilger zu beschützen.
Auch in Mexiko bekommen die Kinder natürlich Geschenke. An Weihnachten sind es eher praktische Dinge wie Schuhe oder Kleidung. Spielzeug gibt es erst am Dreikönigstag, dem 6. Dezember.

Weihnachten Mexiko wurde am 2013-09-01 veröffentlicht und zuletzt geändert am 2013-09-01.
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