Weihnachten in aller Welt

Weihnachten in den afrikanischen Ländern

Weihnachten in Afrika - vielerorts auch wieder ein Fest mitten im Sommer. Gefeiert wird unter anderen in Ägypten, Kenia, Ghana und Südafrika.

Anders als in Europa ist in Afrika nur ein kleiner Teil der Bevölkerung christlich.

Gerade im Norden des Landes ist der Islam vorherrschend, so dass das Weihnachtsfest hier nur eine untergeordnete Rolle spielt. Dennoch feiern die in Afrika lebenden Christen natürlich ebenfalls Weihnachten.

Doch wie sieht das Fest der Liebe auf dem afrikanischen Kontinent aus?

Weihnachten in Ghana

In Ghana zum Beispiel wird Weihnachten Afishapa genannt. Wie bei uns beginnt die Weihnachtszeit bereits Ende November. Was in Europa eine Zeit der inneren Einkehr und der Vorfreude ist, wird in Ghana allerdings lieber dazu genutzt, um Verwandte zu besuchen, die oft über das ganze Land verteilt leben. Da Ghana sehr arm ist und nur die wenigsten Familien sich ein Auto leisten können, erfolgen diese Verwandtenbesuche nicht selten zu Fuß, wobei allein der Weg mehrere Tage in Anspruch nehmen kann. Das Weihnachtsfest selbst wird am 25. und 26. Dezember gefeiert. Da zu dieser Zeit in Afrika Hochsommer ist und es dementsprechend warm ist, feiert man normalerweise im Freien. Die Festlichkeit beginnt in Ghana mit einer Messe, die durchaus mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann. Anders als in Deutschland sitzt man allerdings nicht brav in der Kirche und lauscht dem Priester, sondern singt und tanzt. Nicht selten wird auch ein Schauspiel aufgeführt.
Nach der Kirche gibt es ein Festessen. Selbst die ärmeren Familien lassen es sich an diesem Tag gut gehen – teilweise sammeln sie das ganze Jahr über Reis und züchten ihre Tiere speziell für diesen Tag hin, um wenigstens einmal im Jahr so richtig gut zu essen. Das beliebteste Weihnachtsgericht ist dabei Fufu, ein aus Fleisch und Gemüse bestehender Eintopf. Die Bescherung findet dann erst am 26. Dezember statt. Meistens gibt es etwas anzuziehen oder ein kleines Spielzeug. Obwohl die Ghanaer wie erwähnt nicht viel Geld haben, lassen sie es an Weihnachten gerne richtig krachen. Ein Feuerwerk gehört deshalb zumindest in den größeren Städten dazu. Auch eine Weihnachtskrippe gibt es – statt Ochs und Esel finden wir hier aber Giraffen und Löwen. Selbst einen Weihnachtsbaum gibt es hier.

Statt Tannen, die in Afrika nicht wachsen, handelt es sich dabei aber meistens um Mangobäume oder Guaven.

Weihnachten in Äthiopien

Auch Äthiopien ist ein zumindest teilweise christlich geprägtes Land. Allerdings leben hier keine Katholiken, sondern koptische Christen mit eigenem Kalender. Für sie fällt das Weihnachtsfest deshalb auch nicht auf den 25. Dezember, sondern ähnlich wie in Griechenland und Russland auf den 7. Januar.

Nach einem Besuch in der Mitternachtsmesse backen die Einheimischen Brotfladen und genießen sie mit Schmorgerichten aus Rind, Lamm und Geflügel.

Weihnachten in Ägypten

Darüber hinaus zählt auch Ägypten zu den Ländern, in denen es zumindest einen gewissen Anteil an christlicher Bevölkerung gibt. Auch hier sind die Christen koptisch, so dass das Weihnachtsfest hier ebenfalls auf den 7. Januar fällt. Die christliche Gemeinde ist hier so stark, dass der Weihnachtstag sogar ein gesetzlicher Feiertag ist, obwohl die überwiegende Bevölkerung muslimisch ist. Bevor es in die Kirche gibt, bereiten die Ägypter bereits ihre Weihnachtsspeisen vor. Nach der Messe wird dann mit Familien und Freunden ein großes Bankett veranstaltet. Hier werden Zalabya, Bouri und Kahk gegessen.

Letzteres sind gezuckerte Kekse, die mit Kreuzen verziert wurden. Beim ägyptischen Weihnachtsessen darf man ruhig zulangen, denn unmittelbar an den Weihnachtstag schließt sich eine zweiwöchige Fastenzeit an.

Weihnachten in Kenia

In Kenia sind die Weihnachtsfeierlichkeiten eher englisch, was auch daher kommt, dass das Land lange von den Briten besetzt worden war. Am Heiligen Abend putzen die Kinder das Haus und schmücken es, außerdem wird das Weihnachtsessen vorbereitet. Gefeiert wird dann erst am 1. Weihnachtstag. Nach dem Festessen ziehen die Dorfbewohner von Haus zu Haus, um ihren Nachbarn Glück zu wünschen und kleine Geschenke zu übergeben. Anschließend wird bis zum Morgengrauen gefeiert.

Weihnachten in Südafrika

Ausgelassener geht es in Südafrika und Mali zu. Während eingewanderte Christen sich eher an heimatlichen Traditionen orientieren, feiern die einheimischen Südafrikaner an Weihnachten gern eine große Party mit viel Tanz, Gesang, Essen und Alkohol. Da sich jeder üppig kostümiert, kann man die südafrikanischen Weihnachtsfeierlichkeiten eher mit dem deutschen Karneval vergleichen. Natürlich gibt es auch in Südafrika einen Weihnachtsbaum, er ist aber in der Regel künstlich. Die Temperaturen liegen im Dezember übrigens gerne über 40 Grad, so dass die meisten Südafrikaner bevorzugt an ihrem Pool oder am Strand feiern.

Weihnachten in Afrika wurde am 2013-08-22 veröffentlicht und zuletzt geändert am 2013-08-24.
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